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Der Bahnhof des thüringischen Großburschla ist ein Ortsteil vom hessischen Heldra. Dieser Ortsteil wurde erst mit der Erschließung der Eisenbahnstrecke Treffurt-Schwebda-Eschwege ab 1902 erschlossen. Die ersten Gebäude waren das Bahnhofsgebäude und die Bahnhofsgaststätte. Danach folgten Gewerbebetriebe aus Großburschla: die Gaststätte Werratal von H. Germerodt, Bäckerei A. Besser, Tischlerei E. Kliebisch, Sägewerk und Holzhandel Ph. Ruhlandt, Busunternehmer Hossbach, Landmaschinen- Handel Ruhlandt, LKW Transport B. Mäder, die Gärtnereien Hollerbuhl, Hildebrandt, Szymkowiak, Eisenhuth, sowie der Knoblauch- und Samenhandel H. Flachmeyer. Dieser Bahnhof war auch der Bestimmungsbahnhof für Güter und Stückgut und das Tor zur Welt für die Menschen aus den Ortschaften Rambach, Weißenborn, Großburschla, Heldra und Altenburschla; denn in Heldra und Altenburschla gab es lediglich nur Haltestellen. Obwohl der Bahnhof Großburschla politisch von Anbeginn ein Ortsteil von Heldra war, taten sich die Bahnhöfer viele Jahrzehnte schwer, sich Heldra zugehörig zu fühlen. Selbst nach 1945 beteiligte sich kaum jemand an dem kirchlichen, politischen oder kulturellem Leben in Heldra; zeitweilig feierte man sogar die eigene Stacheldraht-Kirmes. Des öfteren kam es zum Streit mit dem Bürgermeister über die Bezahlung der Gemeindeabgaben und der Gewerbesteuer an Heldra. Auch gingen ausnahmslos alle Kinder noch bis 1952 nach Großburschla zur Schule! Die Anzahl der Einwohner sank von einstmals 120 auf z. Zt. ca. 60 Personen Der Personenverkehr wurde am 6.Juni 1966 eingestellt. Nach der Wiedervereinigung wurde die Bahnstrecke abgebaut. Heute verläuft auf der alten Bahntrasse teilweise der Werratal-Radweg.
Hubert Steube
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